Was tun bei Bossing?

Bei „Bossing“ handelt es sich um eine spezielle Form des Mobbings. Dabei nutzt ein Vorgesetzter seine Machtposition aus, um einen Mitarbeiter ständig herabzusetzen, zu manipulieren und zu kontrollieren. Der Mitarbeiter wird dabei öffentlich diskreditiert und vor den Kollegen blossgestellt. Betroffene Opfer können das nicht nachvollziehen – vor allem nicht bei nach eigenem Ermessen einwandfreier Leistung.

Schutzmassnahmen beim Mobbing
Unter gewissen Umständen empfiehlt es sich, ein gemeinsames Gespräch zu suchen. Wichtig ist dabei, dass direkt geklärt wird, ob die Schikanen auf der persönlichen oder auf einer Sachebene liegen. Verläuft das erste Vier-Augen-Gespräch nicht wie erwünscht oder sträubt sich der Mobber sogar direkt gegen ein solches Gespräch, kann es sinnvoll sein, den nächsthöheren Vorgesetzten einzuschalten. Dieser sollte in einer Position als Mediator auftreten und dafür sorgen, dass sämtliche Beteiligten zuhören und gemeinsam an der Klärung der Konfliktsituation arbeiten. Stellt er Bossing fest, muss eine sofortige Abmahnung erfolgen.

Die Situation selbst wird dadurch möglicherweise entschärft, doch in den wenigsten Fällen können sich Opfer und Mobber auf einer persönlichen Ebene treffen. Das ist allerdings am Arbeitsplatz auch nicht zwingend nötig, denn so lange auf einer professionellen Ebene wieder respektvoll zusammengearbeitet werden kann und das Mobbing aufhört, ist der Zweck des Gesprächs erfüllt.

Das Mobbing hört nicht auf
Sollte ein Gespräch unter vier Augen mit Hilfe des nächsthöheren Vorgesetzten nicht weitergeholfen haben und zeigt der Betrieb auch kein Interesse, eine externe Fachperson beizuziehen, so empfiehlt es sich, möglichst viele Beweise für das Bossing zu sammeln; z.B. in einem Tagebuch.

Gestützt darauf kann entweder eine Beschwerde bei der Firmenleitung eingelegt oder - später - allenfalls das Arbeitsgericht eingeschaltet werden. Ein Vorgesetzter, der Mobbing zulässt, oder sogar selbst mobbt, verstösst gegen die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und macht sich damit möglicherweise sogar strafbar. Gleiches gilt für nächst höhere Vorgesetzte, die nichts gegen Mobbing unternehmen.

Häufig leiden Mobbingopfer über lange Zeit unter dem Psychoterror. Sie entwickeln gravierende gesundheitliche Symptome wie Schlaflosigkeit, Depression, Konzentrationsstörungen etc. und suchen deshalb einen Arzt auf. Ist es erst einmal soweit gekommen, empfiehlt es sich, allein schon wegen des Kündigungsschutzes und der Lohnfortzahlung den Schutz des Arztzeugnisses in Anspruch zu nehmen, sich zu erholen und dann beruflich weiterzuschauen.

Mobbing ist brutal und greift Ihre Gesundheit frontal an. Sie brauchen sich dafür nicht zu schämen!

Ich bin gerne für Sie da. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf.
Ich freue mich auf Sie.