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Wie es zum Streit kommt und wie der Konflikt geklärt wird

Unabhängig in welchem Bereich: Streitigkeiten halten auf. Verschleppte Auseinandersetzungen sind wie Viren, die den Körper lahmlegen. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf sich und lassen uns in besonders schweren Fällen kaum noch Kraft, uns auf andere Dinge zu konzentrieren. Häufig ist es tatsächlich die Angst davor, keine Lösung zu finden, die uns daran hindert, überhaupt nach einer Lösung zu suchen.

Wir neigen dann dazu, statt offen in eine Auseinandersetzung zu gehen, uns an unserem eigenen Standpunkt zu klammern, aus Angst, dass unsere Bedürfnisse sonst übergangen werden. Die Folge davon ist, dass auch der andere seine Bedürfnisse nicht berücksichtigt sieht und beide Parteien darum kämpfen, mit ihrem jeweiligen Anliegen wahrgenommen zu werden.

Es gibt immer eine Lösung

Seien Sie sich bewusst, dass es immer eine Lösung gibt. Selbst das Ende einer Beziehung kann die Lösung eines Konfliktes bedeuten – die Frage ist nur, ob Sie das Ende der Beziehung wollen. Falls nicht, lässt es sich kaum vermeiden, Dinge offen anzusprechen, denn nur so erhält der andere die Chance, überhaupt zu wissen, was in Ihnen vorgeht. Und Sie erhalten die Chance zu erfahren, was im anderen vorgeht.

Ihr Wille zur Lösungsfindung ist also die erste Voraussetzung zur tatsächlichen Konfliktlösung. Falls Sie dazu bereit sind, bleibt noch zu prüfen, ob der andere ebenfalls die Bereitschaft mitbringt. Denn nur wenn beide Parteien an einer Klärung interessiert sind, lässt sich der Streit offen angehen.

Keine Angst vor verschiedenen Meinungen

Sobald für beide Parteien klar ist, dass Sie nach einer Regelung Ausschau halten wollen, ist es an der Zeit, sich gegenseitig Ihre Sichtweisen offenzulegen. Hier sind viele der Annahme, nur ein Standpunkt sei richtig und entweder am eigenen oder an dem des anderen sei etwas falsch. Standpunkte können durchaus verschieden sein, ohne dass sie richtig oder falsch sind. Denn je nachdem, welches Bedürfnis der jeweilig anderen Sichtweise zugrunde liegt, ist dieser Standpunkt für denjenigen, der ihn einnimmt richtig.

Es sind seine Bedürfnisse, seine Wahrnehmung und die sind für sich gesehen völlig o.k. Bestehende Konflikte haben also auch immer etwas mit unerfüllten Bedürfnissen zu tun. In sofern geht es bei einem Konflikt also nicht nur um die Frage nach den Fakten, sondern auch – oder sogar vorwiegend – um die Frage der jeweiligen Gefühle und Wünsche. Nehmen Sie diese Gefühle und Bedürfnisse des anderen also genauso ernst, wie Sie möchten, dass Ihre ernst genommen werden. Es geht erst mal nicht darum, allen Bedürfnissen sofort gerecht zu werden, sondern darum, dass sie überhaupt gehört werden und Raum bekommen.

Erst, wenn beide Konfliktparteien nachvollziehen können, was im jeweils Anderen vorgeht, entwickelt sich die Bereitschaft, Kompromisse zu finden. Denn solange Sie davon ausgehen, dass der andere etwas nur macht, um zu seinem „Recht" zu kommen oder Sie nur ärgern zu wollen, sind Sie kaum gewillt, eine Lösung zu finden.

Falls nötig holen Sie sich Unterstützung

Manche Konflikte sind so festgefahren, dass es schwer ist, diese alleine aus der Welt zu schaffen. Obwohl beide Parteien bereit sind, eine Lösung zu finden und versuchen, den anderen zu verstehen und sich den Bedürfnissen des Gegenübers zu öffnen, ist kein Ende des Konfliktes in Sicht. Hier kann es hilfreich sein, sich Unterstützung von aussen zu holen.

Gerade, wenn es um Beziehungen geht, die aufgrund der Rahmenbedingungen funktionieren müssen – wie im Arbeitsumfeld oder auch im Familienleben – kann der Blick von aussen neue Impulse setzen. Statt sich also von dem Streit lähmen zu lassen und die ganze Aufmerksamkeit immer wieder und wieder in den festgefahrenen Konflikt zu stecken, nutzen Sie die Möglichkeit, einen am Streit unbeteiligten Dritten hinzuzuziehen. Dies kann manchmal jemand aus dem Bekanntenkreis sein, aus Neutralitätsgründen häufig jedoch besser eine Fachperson.

Jeder gescheiterte Konfliktklärungversuch vermindert die Kraft und den Willen zu einem weiteren Versuch.Wichtig ist auch hier nur, dass beide Parteien sich vorstellen können, mit der aussenstehenden Person zusammenzuarbeiten und vertrauen zu ihr haben. Als Fachmann für Konfliktberatung, Mediation und Coaching stehe ich Ihnen gerne für Fragen zum Thema Konfliktbewältigung zur Verfügung. Rufen Sie mich an und wir schauen gemeinsam, was Sie dazu brauchen, um eine Lösung zu finden, die sich für alle Beteiligten gut anfühlt und ihnen den Raum gibt, sich wieder auf konstruktive und schöne Dinge in Ihrem Leben zu konzentrieren.

Stefan Rohner
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