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8 Punkte, die in eine Trennungs-/ Scheidungsvereinbarung gehören.

Wenn Sie alles Denkbare unternommen haben, um eine Beziehung zu retten und es trotzdem nicht mehr weitergeht, stehen sie vor gewichtigen Fragen und einer schwierigen Entscheidung: Soll ich mich, sollen wir uns sofort scheiden lassen oder vorerst – nach der Regelung der wichtigsten Fragen - eine Trennungsphase einleiten?

In jeder Phase Ihrer Ehe haben Sie bei Uneinigkeiten in ehelichen Belangen (z.B. Geld, Erziehung) das Recht, den Eheschutzrichter anzurufen. Dieser veranlasst in sogenannten vorsorglichen Massnahmen die zum Schutz der Ehe notwendigen Schritte.

Ist eine Trennungs- oder Scheidungsklage bei Gericht bereits anhängig gemacht worden, werden solche Massnahmen im ordentlichen Verfahren geregelt.

In aller Regel reichen die Ehepartner gemeinsam eine durch Anwälte oder in einer Mediation erarbeiteten Vereinbarung betr. Trennung/Scheidung ein.

Eine solche Vereinbarung (Trennungsvereinbarung, Scheidungsvereinbarung) regelt ganz allgemein folgende Fragen, die durch das Gericht zu prüfen und zu genehmigen sind:

Die Ehepartner bestätigen ihren gemeinsamen Willen, sich trennen/scheiden lassen zu wollen?

Unter wessen Obhut (bei wem wohnen die gemeinsamen Kinder) stehen die gemeinsamen Kinder?

Gibt es gewichtige Gründe, die gegen ein gemeinsames Sorgerecht der Eltern sprechen?

Wie sehen die Einkommensverhältnisse von Mutter und Vater aus?

Gibt es auf grund dieser Einkommensverhältnisse einen Anspruch auf einen persönlichen, nachehelichen Unterhalt?

Auf welchen Betrag sind die monatlichen Unterhaltsansprüche der Kinder anzusetzen?

Unter welchem Güterstand stehen die Ehepartner (in der Regel Errungenschaftsbeteiligung)?

Gibt es diesbezüglich Abgeltungs-, Ausgleichungsansprüche (vorwiegend Errungenschaft, Pensionskasse)?

Eine Saldoerklärung, wonach sich die Ehepartner gegenseitig nichts mehr schulden, schliesst die Vereinbarung ab.

Die aufgeführten Ziff. 1-8 bilden quasi das Skelett einer Vereinbarung, die beim Gericht einzureichen ist. Fast alle diese aufgeführten Punkte enthalten natürlich wichtige Aspekte, die in Verhandlungsgesprächen zwischen den Ehepartnern in einer Mediation zu präzisieren, auszudiskutieren und schriftlich festzuhalten sind.

Bei hoch strittigen Verhältnissen kann es sich empfehlen, einen gemeinsamen oder je einen Anwalt, eine Anwältin beizuziehen. In der Regel gehen die Emotionen aber nicht so hoch und es reichen 3-5 Mediationssitzungen, um zu einer allseits akzeptierten Konvention zu kommen.

Suchen Sie Unterstützung in Ihrer Trennung oder Scheidung?

Als Fachmann für Konfliktberatung, Mediation und Coaching freue ich mich, Sie persönlich kennen zu lernen.

Stefan Rohner
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