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Bossing durch den Vorgesetzten - Welches Verhalten ist angebracht?

Bei dem «Bossing» handelt es sich um eine spezielle Form des Mobbings. Dabei nutzt ein Vorgesetzter seine Machtposition aus, um einen Mitarbeiter ständig zu kritisieren, zu manipulieren und zu kontrollieren. Er wird dabei öffentlich herabgesetzt und vor den Kollegen blossgestellt. Betroffene Opfer fragen sich natürlich, welche Gegenmassnahmen sinnvoll sind und an wen sie sich wenden können, denn nicht jedes Unternehmen verfügt über einen Human Ressources Manager oder eine direkte Ansprechstation bei solchen Problemen. Ist es also sinnvoll den nächsthöheren Vorgesetzten einzuschalten oder verschlimmert das die Situation noch?

Gegenmassnahmen beim Mobbing

Der erste Schritt sollte immer das Suchen eines gemeinsamen Gesprächs sein - bei Bedarf durch einen Mediator. Wichtig ist dabei, dass direkt geklärt wird, ob die Probleme auf persönlicher oder professioneller Ebene liegen und welche Lösungsansätze es dafür gibt. Verläuft das erste Vier-Augen-Gespräch nicht wie erwünscht oder sträubt sich der Mobber sogar direkt gegen ein solches Gespräch, ist es sinnvoll, eine dritte Person einzuschalten. Hilft auch das nicht weiter oder hört das Mobbing trotzdem nicht auf, so ist tatsächlich der Schritt zum nächsthöheren Vorgesetzten sinnvoll. Er sollte in einer Position als Mediator auftreten und dafür sorgen, dass sämtliche Beteiligten zuhören und gemeinsam am Arbeitsplatz interagieren können. Die Situation selbst wird dadurch versachlicht, doch in den wenigsten Fällen können sich Opfer und Mobber auf einer persönlichen Ebene treffen. Das ist allerdings am Arbeitsplatz auch nicht nötig und so lange auf einer professionellen Eben gearbeitet werden kann, ist der Zweck des Gesprächs erfüllt.

Das Mobbing hört nicht auf - was nun?

Nicht immer ist ein nächsthöherer Vorgesetzter vorhanden und nicht immer möchte dieser in solche Situationen eingreifen. In solchen Situationen hilft nur das Sammeln von Beweisen und im schlimmsten Fall der Gang zum Arbeitsgericht. Natürlich ist es auch möglich, die Abteilung oder gar das Unternehmen zu wechseln, doch nicht jeder hat diese Chance oder möchte seine Arbeitsstelle verlassen. Der Gang zum Arbeitsgericht ist zwar eine radikale Entscheidung, stellt jedoch in vielen Fällen die letzte Möglichkeit dar. Wichtig ist, dass E-Mails, Zeugenaussagen und Ähnliches gesammelt werden, die das Mobbing belegen.

Falls eine hierarchisch angerufen werden kann, ist daran zu erinnern, dass das Arbeitsrecht eine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers vorsieht. Ein Vorgesetzter, der diesen Schutz nicht gewährleistet und Mobbing nicht nur zulässt, sondern dieses sogar selbst ausführt, verstösst gegen diese Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und macht sich damit allenfalls sogar strafbar. Das Einschalten der Behörden ist die letzte Möglichkeit, sich zu wehren, beugen Sie daher besser früher vor.

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Stefan Rohner
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