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8 Tipps und Ideen zum Thema Mobbing am Arbeitsplatz.

Definition von Mobbing
Mobbing steht im engeren Sinn für «Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln.»

Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen ständig bzw. wiederholt und regelmässig zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen, beispielsweise am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im Sportverein, im Altersheim, im Gefängnis und im Internet (Cyber-Mobbing). Quelle: Wikipedia.

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1. Selbstreflexion

Was empfinde ich als Mobbing?
Gibt es erkennbare Gründe für das Mobbing?
Ist mir so etwas schon einmal passiert? Erkenne ich Parallelen dazu?
Habe ich in letzter Zeit aus meinem sozialen Umfeld Hinweise betreffend etwaigen Verhaltensmustern bekommen, die als Gründe für das Mobbing herhalten könnten?

2. Das Gespräch mit der Person oder Gruppe suchen, welche Mobbing betreibt.

Bei einem offenen Konflikt, bei dem sich die Konfliktparteien offen zu erkennen geben, nützt häufig ein Gespräch. Hier ist es wichtig mit Ich-Botschaften („Ich empfinde es als lästig....., dass; Ich erlebe Dich als mühsam, weil.....; Es ärgert mich, wenn....") anstatt mit Vorwürfen zu arbeiten.

Wenn sich die Konfliktparteien nicht offen zu erkennen geben, sich auf ein klärendes Gespräch nicht einlassen, ist dieses Vorgehen heikel. Es schwächt die Position der gemobbten Person. Diese wird zusätzlich drangsaliert, ausgegrenzt und umfassend sabotiert.

3. Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen.

Viele Konflikte können vor einer Eskalation beigelegt werden, wenn die Vorgesetzten eine Vermittlerrolle rechtzeitig und geschickt übernehmen. Vorgesetzte meinen es häufig gut, sind aber kommunikations- und führungsmässig zu wenig geschult für solche schwerwiegenden Situationen.

Oft haben sie selber Mühe mit der gemobbten Person, weil sie deren Leiden nicht nachvollziehen können. Prüfen Sie also sehr genau, ob Sie ihrem Vorgesetzten eine vermittelnde Funktion zutrauen.

Mobbt ein Vorgesetzter: Kein Gegenmobbing organisieren, sondern in der hierarchischen Ordnung Hilfe suchen (z.B. nächst höhere Vorgesetzte). Glauben Sie nicht, eine HR-Abteilung stehe von vornherein auf Ihrer Seite. Sie hat alle Interessen zu wahren und insbesondere für reibungslose Arbeitsabläufe zu sorgen, was hohe Anforderungen an sie stellt.

4. Nicht mitagieren

Lassen Sie sich nicht provozieren und werden Sie nicht emotional. Wichtig ist in dieser Situation, dass Sie versuchen, so sachlich wie möglich zu bleiben. Bieten Sie so wenig Angriffsfläche wie möglich. Vertrauen Sie Ihrer Wahrnehmung der Geschehnisse und glauben Sie weiterhin an Ihre Leistung für den Betrieb.

5. Chronologie der Ereignisse.

Erstellen Sie eine Chronologie der Ereignisse in Form eines Protokolls der laufenden Ereignisse. Diese Chronologie hilft, die Geschehnisse zu versachlichen. Sie ist ausserdem eine wertvolle Argumentationshilfe beim Ausbrechen des Konflikts am Arbeitplatz.

6. Neue Stelle

Prüfen Sie vorsorglich, ob eine interne Versetzung möglich wäre. Falls nicht, könnte eine befriedigendere neue Stelle ausserhalb des Unternehmens ins Auge gefasst werden?

7. Unterstützung im sozialen Umfeld ausserhalb des Unternehmens.

Suchen Sie das Gespräch in Ihrem sozialen Umfeld. Vielleicht gibt es Bekannte Verwandte, fachvertraute KollengInnen, welche bezüglich Mobbing am Arbeitsplatz schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben und Sie in der schwierigen Phase unterstützen können.

8. Externe Hilfe beiziehen.

Interne Unterstützung durch Arbeitskollegen, Vorgesetzten oder HR-Verantwortliche ist oft sehr heikel, weil sie häufig zur Eskalation beiträgt. Eine interne Unterstützung kann von der anderen Partei rasch als Provokation empfunden werden. Deshalb sollte, falls die Vermittlung durch die Vorgesetzten nicht stattfindet oder gescheitert ist, rasch eine externe Fachperson beigezogen werden.

Mobbingkonflikte machen sich oft selbständig, geraten aus dem Ruder und führen bis zur totalen physischen und psychischen Erschöpfung der Opfer. Warten Sie also nicht zu lange!

Ungelöste Konflikte sind bedrückend und kosten unnötig Kraft. Sie beeinträchtigen Ihre Lebensqualität und Lebensfreude. Es ist keine Schande, dazu zu stehen. Warten Sie daher nicht ab. Holen Sie sich so rasch als möglich Unterstützung. Ich bin gerne für Sie da.

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Stefan Rohner
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Dr.iur. Stefan Rohner, Jurist und systemisch-integrativer Psychologe