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Mediation in der Schule - wie Kinder richtig streiten lernen

Streiten tun Menschen bereits im Kindesalter, sodass dort auch schon der Grundstock für eine angemessene Streitkultur gelegt werden kann. Denn wenn Kinder bereits früh erfahren, dass Streit immer auch etwas Positives mitbringt, verlieren sie die Angst vor offenen Auseinandersetzungen.

Während bei destruktiven Streitereien sich oft die Fronten verhärten, können bei konstruktiven Streitgesprächen neue Perspektiven eingenommen und persönliche Grenzen erweitert werden. Je früher Menschen lernen, Streit zur persönlichen Weiterentwicklung zu nutzen, statt sich durch ihn aufhalten und lähmen zu lassen, desto gestärkter können sie der Zukunft entgegen sehen.

Die Schule als Lernfeld des Lebens

Die Schule bietet gute Möglichkeiten, einen konstruktiven Umgang mit Auseinandersetzungen zu fördern. In vielen Schulen wurde bereits das Model der Streitschlichter eingeführt, bei dem freiwillige Schüler in die Grundsätze der Mediation eingeführt werden, um anschliessend mit zwei sich im Streit befindenden Parteien klärende Gespräche führen zu können.

Für die Streitschlichter selbst bietet sich aus dieser Aufgabe eine grosse Chance. Zum einen erfahren sie, sich in unterschiedliche Standpunkte hineinzuversetzen und dabei unparteilich zu bleiben. Diese Fähigkeit wird sie auch in eigenen Auseinandersetzungen daran erinnern, dass es immer mehrere Standpunkte gibt und jeder von seiner Warte aus richtig ist.

Des Weiteren werden Ihnen Strategien zum lösungsorientierten Austragen einer Meinungsverschiedenheit an die Hand gegeben. Das heisst, dass sie nicht auf sich allein gestellt sind, sondern erfahren, dass es auch in scheinbar ausweglosen Konfliktsituationen Möglichkeiten der Hilfestellung gibt.

In der Regel werden die Schülerstreitschlichter bei Konflikten zwischen Schülern hinzugezogen, doch können sie auch bei Auseinandersetzungen zwischen Schülern und Lehrern unterstützend wirken.

Lehrer müssen mit gutem Beispiel vorangehen

Doch damit das Prinzip der Streitschlichtung auf fruchtbaren Boden trifft, ist es wichtig, dass die Lehrer mit gutem Beispiel vorangehen. Denn auch für diese bietet die Schule viel Raum für Auseinandersetzungen verschiedenster Art. Welche Lehrmethoden sind am wirksamsten? Welche Konferenzen am Sinnvollsten? Welche Regeln sollen wie umgesetzt werden?

Ein gutes Konfliktmanagement und eine offene Gesprächskultur tragen dazu bei, dass auch emotionale Themen lösungsorientiert besprochen werden können. Durch einen einvernehmlichen Lehrkörper haben die Schülerinnen und Schüler noch bessere Voraussetzungen, Streiten richtig und sinnvoll zu lernen.

Auch in Auseinandersetzungen mit Eltern kann ein starkes Konfliktmanagement eine hilfreiche Unterstützung sein. Da Lehrer sich häufig in der Situation sehen, sich vor der Elternschaft allein verantworten zu müssen, ist das Wissen um einen zuverlässigen Background viel Wert. Weiterhin dienen auch den Lehrern erlernte Schlichtungsstrategien und unterstützen diese dabei, sich in den Standpunkt der Elternschaft hineinzuversetzen.

Mediatoren als Streitschlichter

Um an Schulen eine stabile Basis des gegenseitigen Lernens zu schaffen, können Mediatoren eine gute Unterstützung sein.

Sie bringen einen Blick von aussen mit und erkennen aufkeimende Konflikte aufgrund ihres externen Standpunktes möglicherweise schneller, als die Beteiligten selbst. Eventuelle Spannungen werden von geschulten, aussenstehenden oftmals schneller wahrgenommen - und vor allem angesprochen -, als von den involvierten Parteien.

Zusätzlich können sie bei Konflikten zwischen Eltern und Lehrern hinzugezogen werden oder auch unterstützend bei Konflikten zwischen Lehrern und Schülern wirken.

Als Mediator habe ich jahrelange Erfahrung, Konflikte konstruktiv und lösungsorientiert anzugehen. Mein Ziel ist es, durch eine transparente, interessensorientierte Gesprächsführung Menschen dazu zu befähigen, ein langfristig stabiles Miteinander aufzubauen und in Konflikten eine Chance für das eigene Wachstum zu sehen.

Sie möchten mehr erfahren? Dann freue ich mich auf Ihren Anruf.

Stefan Rohner
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