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Konfliktprävention/-beratung an Schulen - Schüler als Mediatoren

Bereits an vielen Schulen gibt es Projekte, die sich gezielt mit der Prävention von Gewalt und Konflikten zwischen Schülern beschäftigen. Dabei geht der Wunsch zur Konfliktberatung nicht nur von den Schulen selbst aus, sondern auch immer mehr Schüler interessieren sich für die angebotenen Möglichkeiten. Zwar gibt es schon seit vielen Jahrzehnten Vertrauenslehrer und Sozialpädagogen, die extra zur Lösung von entsprechenden Problemen an Schulen aktiv sind, doch präventive Massnahmen können sie nur in den seltensten Fällen durchführen. Stattdessen sind die Schüler gefragt und müssen Eigenverantwortung übernehmen.

Moderne Projekte zur Schulmediation

Ein recht erfolgreiches Konzept befasst sich mit der «Peergroup Education». Hierbei werden die Schülerinnen und Schüler ausgebildet und sollen dann die Konflikte eigenverantwortlich und alltagsangemessen lösen können. Die als «Streitschlichter» oder «Konfliktlotsen» bezeichneten Schüler sind dann nicht nur in der Lage, entsprechende Probleme zu lösen und den Streitenden weiterzuhelfen, sondern können auch präventiv arbeiten und zum Beispiel in den Klassen selbst agieren, bevor es zu einer Auseinandersetzung kommt. Ein weiteres Konzept ist unter dem Begriff «Buddy Projekt» bekannt und im Rahmen dieser Idee werden einzelne Schüler als sogenannte Buddys (also als Freund oder Kumpel) ausgebildet und können dann in verschiedensten Bereichen Aufgaben erfüllen. Der Leitgedanke dabei ist, dass Schüler erfahrungsgemäss nur bis zu einem gewissen Bereich auf einen Lehrer zugehen und ihm seine Probleme schildern, während ein Umgang mit Altersgenossen einfacher ist.

Grundsätzlich beginnt Prävention an Schulen bereits dort, wo soziale Netzwerke gebildet werden. Gruppenarbeit, gemeinsame Schulprojekte oder Sportvereine auf dem Schulgelände sind eine erste Trainingsfelder, um Kompetenzen in den Bereichen der Kommunikation und im Umgang mit eigenen und fremden Emotionen zu erlernen. Diese Kernkompetenzen sind nicht nur für den Schulalltag wichtig, sondern werden auch direkt ins Privatleben und später in den beruflichen Alltag übertragen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Gewaltprävention niemals bei einem einzelnen Schüler ansetzt oder «Problemjugendliche» isoliert, sondern nach Möglichkeit eine ganze Gruppe oder die gesamte Klasse miteinbezieht. Dabei gilt: Je früher gegen Gewalt vorgegangen wird, desto eher lassen sich Schüler beeinflussen und umso kompetenter werden sie später in der Gesellschaft agieren.

Klassische Konflikte verhindern

Neben Gewalt gehört gerade in Zeiten des Internets das Mobbing zu den grossen Problemen der Schulwelt. Auch hier sind präventive Massnahmen möglich, die letztlich alle mit einer Aufklärung und einer guten Kommunikation beginnen. Dabei sollen die Schüler die Lösungsmöglichkeiten gemeinsam erarbeiten und auch gemeinsam verstehen, dass Mobbing und Gewalt keine sinnvollen Alternativen zur Konfliktklärung darstellen. Hat sich eine Konfliktsituation bereits zu stark festgefahren, sind gezielte Interventionen der Schulleitung eine dringende Notwendigkeit, um Probleme gezielt anzugehen. Mobbing und weitere Konflikte an Schulen müssen immer auch vor dem Hintergrund familiärer Verhältnisse gesehen werden. Solche Angelegenheiten gehören dann letztlich in die Hände der zuständigen Erwachsenen.

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Als Fachmann für Konfliktberatung, Mediation und Coaching freue ich mich Sie persönlich kennen zu lernen.

Stefan Rohner
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