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Präventive Massnahmen bei Stalking im beruflichen und privaten Umfeld

Der Begriff «Stalking» bezeichnet das oftmals zwanghafte Verfolgen einer Person. Dabei wird Opfern zum Beispiel vor der Haustür aufgelauert, sie werden auf der Strasse verfolgt oder der Täter versucht, das Opfer via Internet und Telefon zu kontaktieren. Die Gründe für Stalking sind dabei vielfältig: Einige Täter können zum Beispiel das Ende einer Beziehung nicht akzeptieren und denken, dass sie einen Besitzanspruch über das Opfer haben. Viele Prominente (vor allem Frauen) müssen sich zudem mit Stalkern befassen, die in einer Traumwelt leben und von einer Liebesbeziehung ausgehen, die jeglicher Grundlage entbehrt. Die Prävention vor vor Stalkinghandlungen ist nahezu unmöglich, doch wer Opfer eines Stalkers geworden ist, kann immerhin gewisse Präventivmassnahmen für den weiteren Verlauf des Stalkings ergreifen.

Opfer von Stalking – was nun?

Sobald das Gefühl aufkommt, dass ein Stalker aktiv geworden ist, sollte der erste Schritt im Anlegen eines Stalking-Tagebuchs führen. Hier können die Opfer genau festhalten, zu welchen Zeiten der Stalker gesichtet wurde, Kontakt aufgenommen hat oder an welchen Tagen ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt wurden. Oftmals sind Stalker nämlich zunächst schüchtern und hinterlassen lediglich Geschenke oder Briefe, ohne direkten Kontakt aufzunehmen. Ein Tagebuch hilft dabei, genau festzustellen, wie stark der Stalker engagiert ist und ob vielleicht sogar eine Gefahr für das Opfer besteht. Dauert das Stalking über einen längeren Zeitraum an, so sollte bei der Polizei eine Strafanzeige gestellt werden – entweder gegen Unbekannt oder direkt gegen den Stalker, wenn dessen Name dem Opfer bekannt ist. Liegt ein schwerwiegender Fall vor, so stellt eine gerichtliche Kontaktsperre beziehungsweise ein sogenanntes Näherungsverbot eine hilfreiche Massnahme dar.

Mitunter müssen auch radikalere Massnahmen wie das Ändern der eigenen Telefonnummer durchgeführt werden. Wer in sozialen Netzwerken belästigt wird, der sollte die Einstellungen seines Accounts so ändern, dass tatsächlich nur akzeptierte Freunde Zugang haben und posten können. Wer die privaten Urlaubsfotos nämlich mit der ganzen Welt teilt, kann nicht verhindern, dass auch potentielle Stalker Zugriff darauf bekommen. Selbst, wenn bekannte Stalker-Accounts blockiert werden, können sich die Personen dahinter in der Regel innerhalb kürzester Zeit einen neuen Account erstellen. Eine effiziente Lösung ist also tatsächlich nur eine Regulierung der Leute, die Zugriff im sozialen Netzwerk erhalten.

Konfliktprävention durch Mediation?

Leider ist es nur selten möglich ein klärendes Gespräch mit dem Stalker zu suchen. Ein Mediator kann zwar eine ruhige und sachliche Plattform für ein solches Gespräch bieten, doch die meisten Stalker werden dabei entgegen aller Vernunft nur von der vermeintlichen Zuneigung des Opfers überzeugt. So sehen sie das Mediationsgespräch als einen Schritt zur Annäherung, was sie in ihrer Überzeugung stärkt. In einigen Situationen kann es zwar helfen, wenn dem Stalker klar gesagt wird, dass keine Chance für eine Beziehung existiert, oftmals hilft dies jedoch einfach nicht weiter. Letztendlich helfen hier in der Regel nur die Restriktionen durch Polizei und Gerichte. Dennoch kann eine professionelle Konfliktberatung Sie dabei unterstützen, als Opfer besser mit der als bedrohlich erlebten Situation umzugehen und ähnliche Vorfälle in Zukunft allenfalls präventiv zu vermeiden.

Kontaktieren Sie mich jetzt für eine erste, unentgeltliche Einschätzung Ihrer Situation. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit.

Stefan Rohner
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