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Konfliktberatung für Tagesschulen und Kinderkrippen

Die Arbeit eines Erziehers hat sich im letzten Jahrzehnt stark verändert, denn vor allem staatliche Kindertagesstätten haben nicht mehr die Entscheidungsfreiheit und Selbstständigkeit, die sie noch vor wenigen Jahren hatten. Heutzutage gibt es straffe Richtlinien und Auflagen, die einen normalen und natürlichen Tagesablauf erschweren können und letztendlich auch für mehr Frust sorgen. Hinzu kommen weitere Probleme, die zum Beispiel den Ausbildungsstand der Mitarbeiter betreffen: Viele Mitarbeiter sind einfach aufgrund einer zu geringen Ausbildung überfordert, während sich die gut ausgebildeten Mitarbeiter mit ungeeigneten, unerfahrenen Lehrlingen und Mitarbeitern auseinandersetzen müssen. Hinzu kommen Eltern, welche die Erziehung immer öfter auf Mitarbeiter der Kindestagesstätte abwälzen und gleichzeitig hohe Erwartungen an diese haben. Dadurch entsteht ein hoher Druck, der sich immer wieder in Konflikten manifestiert.

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Anspruchsvolle Arbeitsbedingungen

Gerade Konflikte zwischen Eltern und Erziehern können schnell eskalieren, denn beide Seiten stehen unter hohem Druck. Eltern möchten sich darauf verlassen, dass es ihren Kindern gut geht und dass sie sich auf der Arbeit keine Sorgen um den Nachwuchs machen müssen. Erzieher hingegen haben klare Richtlinien und können meist die Wünsche der Eltern gar nicht erfüllen – selbst, wenn sie das wollten. Dadurch bekommen sie manchmal ungerechterweise die Frustration der Eltern zu spüren, was nicht immer professionell gelöst werden kann. So entstehen immer wieder Konflikte, die als Ursache eigentlich einen ganz anderen Grund haben.

Auch zwischen den Erziehern selbst kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen, was zum Teil auf die unterschiedlichen Qualitätslevel zurückzuführen ist. Von Auszubildenden wird heutzutage eine frühe und umfassende Übernahme von Verantwortung erwartet, obwohl ein dazu noch gar nicht in der Lage ist. Fehlendes Personal ist der Hauptgrund, warum teilweise weniger gut ausgebildete und allgemein Mitarbeiter immer öfter Verantwortung für Gruppen übernehmen müssen. Gibt es dann noch Lehrlinge oder Praktikanten, die ebenfalls Zuwendung zum Erlernen der Tätigkeiten benötigen, so ist die vorhandene Arbeitszeit schnell aufgebraucht. Letztendlich leiden darunter die Kinder, welche nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen.

Frühzeitig Konflikte angehen

Oft spielen politische Entscheidungen eine wichtige Rolle bei Missständen in gewissen Kindertagesstätten. Nichtsdestotrotz muss eine Lösung für entstehende Konflikte gefunden werden. Baut sich der Druck auf die Erzieher nämlich immer weiter auf, so sind Stress, Burnout und Krankheiten vorprogrammiert und verschlimmern das Problem langfristig betrachtet. Präventive Massnahmen – zum Beispiel in Form einer Aufklärungskampagne bezüglich der Richtlinien – können dabei helfen, einen Teil des Drucks abzubauen und die Erwartungen der Eltern zu senken. Eine transparente Kommunikation zwischen der Führungsebene einer Kindestagesstätte und den Mitarbeitern hilft ebenfalls dabei, Probleme bereits frühzeitig zu erkennen und zu klären. Nur, wenn die Probleme gemeinsam angegangen werden, können die Konflikte nachhaltig verhindert werden. Wichtig ist dabei immer, dass nach Möglichkeit auf einer sachlichen Ebene diskutiert wird und die Emotionen nicht Überhand gewinnen.

Die Früherkennung von möglichen Konfliktfaktoren verhindert keine Konflikte, sie ermöglicht jedoch das Ergreifen präventiver Massnahmen. Diese reduzieren das Konfliktrisiko und federn einen dennoch entstehenden Konflikt ab. Warten Sie deshalb nicht ab. Holen Sie sich rechtzeitig Unterstützung. Ich bin gerne für Sie da.

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Stefan Rohner
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Dr.iur. Stefan Rohner, Jurist und systemisch-integrativer Psychologe