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Freundschaften in der Geschäftsleitung - Heikle Abgrenzungsfragen

Viele Startups beispielsweise beginnen oftmals in einer ähnlichen Art und Weise: Freunde oder Bekannte haben eine Geschäftsidee und beginnen diese gemeinsam umzusetzen. Ein Vorteil liegt klar auf der Hand, denn wer sich kennt und genau weiss, wie der Partner in der betr. Projektierung und Firmenleitung denkt und wie er sich verhalten wird, der fühlt sich sicher, worauf er sich einlässt. Auch in grösseren Firmen gibt es immer wieder Freundschaften zwischen den Firmeninhabern und in der Geschäftsleitung – was allerdings auch zu Problemen führen kann. Denn neben den Vorteilen eines freundschaftlichen Verhältnisses gibt es auch einige Nachteile, die vor allem dann auftreten, wenn es keine klaren Strukturen und Abgrenzungen gibt. Doch wie genau lässt sich dieses Problem vermeiden?

Professionelle und freundschaftliche Ebene trennen

Es ist nicht einfach, eine professionelle und realpolitische Meinung einzunehmen, wenn gleichzeit Freundschaft im Spiel ist. Immer wieder kann es dazu kommen, dass im Namen der Freundschaft Druck ausgeübt wird, eine bestimmte Entscheidung zu unterstützen und umzusetzen, obwohl realpolitische Ueberlegungen dagegen sprechen. In solchen Momenten können Freundschaften schnell als moralische Druckmittel eingesetzt werden – zum Beispiel, um ein schlechtes Gewissen zu erzeugen oder um einen Gefallen aus dem privaten auch im geschäftlichen Bereich einzufordern. Das Hauptproblem dabei ist, dass solche Konflikte nicht nur die Freundschaft strapazieren, sondern im schlimmsten Fall sogar das Unternehmen nachhaltig beschädigen.

Letztendlich kann eine Freundschaft auf geschäftlicher Ebene nur funktionieren, wenn tatsächlich klare Grenzen gezogen werden. Der Entscheidungsträger in der Geschäftsleitung ist für alle wichtigen Entscheidungen zuständig. Gemeinsame Entscheidungen werden nur gemeinsam getroffen. Die „Machtverhältnisse", Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in der Firma sind klar definiert.

Einen neuen Blickwinkel einnehmen

In problematischen Fällen hilft es bereits, wenn der eigene Blickwinkel geändert wird. So ist es sinnvoll, den Freund, mit dem ein Unternehmen gegründet wurde, bei Angelegenheiten bezüglich des Unternehmens erst einmal nur als Geschäftspartner zu sehen – mit allen Rechten und Pflichten. Die Freundschaft selbst wird immer ausserhalb des Unternehmens fortgeführt, sodass feste Richtlinien vorhanden sind und diese auch eingehalten werden. Eine gute Möglichkeit, um dies umzusetzen, ist die klare Regel, dass Business-Themen nur während der Arbeitszeiten besprochen werden. Treffen sich die Gründer und Eigentümer des Unternehmens ausserhalb der Geschäftszeiten, so stehen andere Themen auf der Agenda.

Dies festigt auch den Eindruck nach aussen, denn Mitarbeiter oder Kunden, die ein persönliches Drama der Geschäftsleitung erleben müssen, sehen sich schnell nach einem anderen Unternehmen um. Wer also betriebsschädigende Konflikte vermeiden und unklare Beziehungsebenen verhindern möchte, der sollte sich u.a. an diese einfachen Konzepte halten. Dann wirkt eine Freundschaft in Verbindung mit einer Geschäftsbeziehung als kreativer und energiefördernder Stimulator.Sollte es doch zu Konflikten kommen oder möchten Sie diese präventiv vermeiden, bin ich gerne für Sie da.

Kontaktieren Sie mich für eine erste, unentgeltliche Einschätzung Ihrer Situation. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!

Stefan Rohner
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