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Gescheiterte Mediation - was nun?

Gerade bei Mediationsthemen sind in der Regel die Emotionen sehr stark und sorgen dafür, dass die Beteiligten nicht mehr voll rational handeln und anstatt auf einer sachlichen Ebene auf der emotionalen Ebene argumentieren. So kommt es schnell zu schmerzhaften, festgefahrenen Situationen, die sich über Monate oder sogar Jahre hinweg entwickeln und dann die einst festen Beziehungn zerstören. Um diese Konflikte zu beseitigen, setzen viele auf die Hilfe durch eine Mediation und in den meisten Fällen können die Probleme erkannt und beseitigt werden. Damit dies jedoch funktioniert, ist eine Bereitschaft zu Kompromissen erforderlich, die von allen beteiligten Parteien an den Tag gelegt wird. Weigert sich ein Mediand, sich die Argumente der anderen Partei anzuhören, zu verstehen oder überhaupt an der Mediation teilzunehmen, so scheitert diese. Doch selbst eine gescheiterte Mediation kann positive Resultate bewirken.

Konflikt zwischen Mutter und Tochter – Ein Fallbeispiel

Der Vater dreier Kinder ist verstorben und hat seinen Kindern sowie seiner noch lebenden Ehefrau sein Vermögen vermacht. Seine Tochter bekam entsprechende Liegenschaften, die sie jedoch aufgrund ihres extravaganten Lebensstils bereits veräussern musste. Aus diesem Grund liegen sich Mutter und Tochter bereits seit Jahren sprichwörtliche in den Haaren, da die Mutter nicht mit den übermässigen Verhältnissen ihrer Tochter und deren Ehemann einverstanden ist. Nun möchte die Tochter zusätzlich einen grösseren Anteil an der Erbschaft haben und sie weist darauf hin, dass ihre beiden Geschwister ihrer Meinung nach einen grösseren Wertanteil bekommen hätten. Die Situation hat sich festgefahren und eine Mediation sollte weiterhelfen. Allerdings konnten zwischen Mutter Tochter keine Vereinbarung abgeschossen werden.

Obwohl die Mediation damit gescheitert ist, hat sie doch einen anderen Zweck erfüllt: Die Mutter konnte einmal offen aussprechen, was sie von der Gesamtsituation hält und wo ihre Befürchtungen und Wünsche liegen. Ausserdem hat sie versucht, eine gemeinsame Lösung zu finden, obwohl diese von der Tochter nicht akzeptiert wurde. Somit hat die Mutter alles in ihrer Macht Stehende getan und konnte inneren Frieden finden.

Erfolg neu definieren

Letztendlich hängt es also immer von den Teilnehmern der Mediation ab, wie eine erfolgreiche Mediation definiert wird. Natürlich ist das Ziel in der Regel, dass ein gemeinsamer Lösungsansatz gefunden wird. Doch kommt es immer wieder vor, dass ein Kompromiss einfach nicht gefunden werden kann oder eine Seite vehement auf der eigenen Vorstellung einer Lösung beharrt. In solchen Situationen wird die Mediation meist vertagt, damit die teilnehmenden Parteien noch einmal genau über die Kompromisse und Lösungen nachdenken können. Sollte bei der nächsten Mediation trotzdem keine gemeinsame Basis gefunden werden, so gilt die Mediation als gescheitert.

Es ist nicht immer möglich, eine gemeinsame Ebene zu finden und Kompromisse einzugehen. Auch, wenn eine Mediation scheitert, bringt sie doch Klarheit und die Möglichkeit noch einmal alle Argumente auf den Tisch zu bringen. Dabei kann ich Ihnen als Konfliktberater helfen.

Kontaktieren Sie mich jetzt für eine erste, unentgeltliche Einschätzung Ihrer Situation. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!

Stefan Rohner
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