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8 Tipps und Ideen zu einer befriedigenden Konfliktlösung / Konfliktbewältigung

Sprechen wir von Führungskompetenzen ist damit immer auch Führungsqualität und Führungsverantwortung gemeint. Dabei gibt es unterschiedlichste Annäherungsmethoden, je nach dem wie die einzelnen Faktoren gewichtet werden. Je höher eine Führungskraft hierarchisch steht, desto umfassender müssen ihre Kompetenzen sein.

Die untenstehende Checkliste an Führungskompetenzen unterscheidet zwischen Führung im engeren Sinne (Leadership) und Führung im weiteren Sinne (Soft Skills). Es fällt auf, dass die Softskill-Kompetenzen räumlich mehr Gewicht einnehmen als die Leadership-Kompetenzen. In der Praxis ist es oft leider umgekehrt, was sich auf den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens negativ auswirkt.

I. Führung im engeren Sinne

A. Allgemeine Anforderungen an die Führungskraft

  • Klarheit bezüglich Sinn und Zweck des Unternehmens.
  • Gelebte Unternehmensvision einschliesslich der damit verbundenen Werte.
  • Mitarbeiter sollen/dürfen ihren Beitrag zum Erfolg der Firma beitragen.
  • Mut und Fähigkeit, auch in komplexen Situationen adäquate Entscheidungen zu fällen.
  • Bewusstheit der Führungsrolle und authentische Umsetzung derselben sowie Kenntnisse unterschiedlicher Führungsstile.
  • Bewusstheit der firmeninternen Anforderungen an die Gestaltung der Führungsrolle.
  • Vertrautheit mit Stil und Spielregeln der Hierarchiestufen.
  • Fähigkeit, mit dem Spannungsfeld zwischen Ziel- und Mitarbeiterorientierung umzugehen.
  • Wissen um die Bedeutung, Vorbild zu sein.
  • Fähigkeit, auch unter erschwerten Umständen auf Chancen und Lösungsmöglichkeiten zu focussieren.
  • Fähigkeit, im eigenen Kompetenzbereich klare und umsetzbare strategische sowie operative Ziele zu definieren.
  • Talent, Prozesse und Umsetzung der Ziele im eigenen Kompetenzbereich zu definieren und zu organisieren.
  • Fähigkeit, Entscheidungen innert nützlicher Frist zu treffen, Projekte zu delegieren und deren Erfüllung zu evaluieren sowie nötigenfalls adäquate Korrekturen anzubringen.

B. Mitarbeiterführung und Teamleitung

Mitarbeiterführung beinhaltet:
  • Führung mittels Zielvereinbarungen und regelmässigen Mitarbeitergesprächen bezüglich Zielerreichung und persönlicher Entwicklung.
  • Flexibilität im Führungsstil sowie situativ und mitarbeitergerechte Führung.
  • Empathie
  • Bedürfnisse (und deren Wandel) der Mitarbeitenden (Anliegen, Fragen und Vorstellungen) sind bekannt.
  • Berufliche Ziele der Mitarbeitenden werden berücksichtigt, gefördert aber auch gefordert.
  • Mitarbeitende werden ihren Fähigkeiten und ihren Bedürfnissen möglichst entsprechend eingesetzt.
  • Kenntnisse verschiedener Lerntypen und entsprechendes Verhalten.
  • Delegation von Kompetenzen und Verantwortung sowie Delegationskontrolle.

Teamleitung beinhaltet:
  • Kenntnisse der Teamstruktur, motivierende Zielsetzungen und adäquate Interventionen
  • Kenntnisse der Stärken, Schwächen und Belastungsgrenzen der Teammitglieder
  • Ziel- und teamdienlicher Einsatz der Teammitglieder entsprechend deren Fähigkeiten
  • Ermöglichen und Pflege einer konstruktiven Teamkultur
  • Förderung und Motivation des Teams durch Vereinbarung von, Feedback zu gemeinsamen Zielen

II. Führung im weiteren Sinne (Soft Skill – Kompetenzen)

Soft Skill – Kompetenzen können unter dem einfachen Begriff der „persönlichen Zuwendung" zusammengefasst werden. Eine Führungskraft muss sich und seine Mitarbeitenden als Menschen annehmen, respektieren, etwas mögen. Ein Manager mag noch so versiert und kompetent sein. Wenn er nebst seiner Arbeit nicht auch seine Mitarbeitenden etwas mag, bleibt er für diese unerreichbar und er erreicht seine Mitarbeitenden nicht.

A. Selbstmanagement beinhaltet

  • Vertrautheit mit den eigenen Stärken, Schwächen und Ressourcen.
  • Fähigkeit, sich kritisch zu reflektiern und Flexibilität auf der Verhaltensebene.
  • Eigenverantwortung und Verantwortung für eigene Entscheidungen.
  • Adäquater Umgang mit Emotionen – auch unter erschwerten Bedingungen.
  • Kenntnisse eigener persönlicher Ziele, Werte und Motive.
  • Differenzierung zw. wichtig und unwichtig («Grautöne»).
  • Konzentration auf das Wesentliche.
  • Setzen von Prioritäten und Fähigkeit zu delegieren.

B. Kommunikation

1. Präsentation/Vortrag
  • Kennen und genaues Benennen der Zielsetzung einer Präsentation, eines Vortrages.
  • Wissen um das Zielpublikum und diesem entsprechender Präsentationsstil.
  • Verständliche, prägnate und überzeugende Erläuterung von Inhalten sowie der darin liegenden Botschaft (Kernbotschaft).
  • Adäquater Einsatz sinnvoller Präsentationsmittel (power point etc.).

2. Informationsfähigkeit
  • Transparente, proaktive Information.
  • Zeitgerechte und direkte Information in sinnvoller Menge.
  • Zielgruppenspeziefische Information sowie Ueberprüfung, ob die vermittelten Inhalte auch wirklich verstanden worden sind.
  • Einsatz zieldienlicher Informationsmittel.
  • Fähigkeit, Sitzungen vorzubereiten, zu führen/moderieren und nachzubearbeiten.
  • Geschick, Feedback situationsadäquat einzusetzen.
  • Vertraulicher, respektvoller Umgang mit «sensiblen» Informationen

3. Kommunikation
  • Verständliches , genaues Artikulieren von Gesprächsinhalten.
  • Konzentration auf das Wesentliche klarer Botschaften.
  • Fähigkeit, zu strukurierter, schlüssiger Gesprächsführung.
  • Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Kommunikationsebenen wie Person/Sache/Beziehung zu differenzieren und Unterstützung des Gesprächspartners, seine Sichtweise klar darzulegen.
  • Fähigkeit, die Kommunikation von einer Ebene zur anderen zu lenken.
  • Umsetzung von Feedback-Regeln wie empathisch-aktives Zuhören, Ich-Botschaften, Reframing etc.
  • Erfahrung mit wirksamen Fragestellungen und Fragetypen.
  • Verstehen, Unterscheiden und Zuordnen des Gesagten (Appell, Beziehung, Selbstkundgab, Sache etc.).
  • Kenntnis und Verständnis für Menschen in ihren vielfältigen persönlichen und beruflichen Situationen.
  • Präzise Wahrnehmung und Ueberprüfung der Meinung des Gesprächspartners.

C. Konfliktmanagement

1. Analytische und soziale Konfliktkompetenz
  • Erfassen von Situationen und Gruppenstrukturen mit Konfliktpotential.
  • Fähigkeit, Konfliktsituationen zu analysieren und entsprechend einzustufen.
  • Beachtung unterschiedlicher Sichtweisen und Bezugsebenen.
  • Fähigkeit, das Vertrauen seiner Mitarbeitenden herzustellen.

2. Lösungskompetenzen
  • Kenntnisse von Konfliktinterventionsstrategien und deren Anwendung in der Praxis.
  • Aktive Gesprächsaufnahme mit den Konfliktparteien innert nützlicher Frist.
  • Kenntnisse von Konfliktlösungsstrategien und Einfordern derselben.
  • Installation und Pflege einer konstruktiven Gesprächskultur.
  • Lösungsfindung im Spannungsfeld zw. Person, Rolle/Funktion und Organisation.
  • Definition konflikt-präventiver Massnahmen gestützt auf gemachte Erfahrungen.

3. Führung in Konfliktsituationen
  • Rechtzeitiges Ansprechen der Probleme und der darin involvierten Akteure.
  • Bestehen auf klarer Trennung der Ebenen (Sache, Person, Beziehung).
  • Schaffen einer Platform, auf der die Konfliktparteien sich darlegen und selber einschätzen können.
  • Vereinbarung und Evaluation von Zielen und Abmachungen zur Problemlösung.
  • Anregen von und Feedback zu Veränderungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

D. Verhandlungsführung

  • Vorhandensein eines schlüssigen, praktikablen Verhandlungskonzeptes.
  • Anstreben von Win-Win Lösungen für nachhaltige Ergebnisse.
  • Klare Definition des Verhandlungsrahmens sowie der –ziele.
  • Analyse bester Alternativen zu Verhandlungsabschlüssen.

E. Changemanagement

  • Fähigkeit, mit durch Wandel und/oder Veränderungen verursachten, persönlichen Situationen umzugehen.
  • Fähigkeit, mit firmeninternen Umstrukturierungen lösungsorientiert umzugehen.

F. Interkulturelle Kompetenz (Diversitiy Management)

  • Kenntnisse der verschiedenen, vertretenen Kulturen, insb. deren Werte und Verhaltensweisen (Schicklichkeit).

Quelle: KasparConsulting and Network

Stefan Rohner
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